Der Königssohn von Irland

Eurythmietheater

Eine Zusammenarbeit des Théâtre de l´homme inconnu, Mistral Eurythmie und Bettina Grube


 

„Ich kann jedes Spiel spielen", ruft der Königssohn von Irland aus, und unversehens hat ihn sein junges, übermütiges Blut in einen folgenschweren Dienst verpflichtet — und ein
wunderlicher Greis, dessen Rechte und Linke in ein energisches Kartenspiel vertieft waren, entpuppt sich als „der mächtige Zauberer der schwarzen Heide“.
Es beginnen die Ereignisse sich zu jagen auf einer langen, verworrenen Reise voller Prüfungen und Gefahren. Der Königssohn gewinnt Fedelma, „die schönste Frau im Umkreis der irischen Meere“, doch vermag er die schwere Reifeprobe nicht zu bestehen und sein Teuerstes wird ihm entrissen, wird zum Stern seiner Irrfahrten durch eine vielgestalte Welt der Fremde voller unbekannter und schauriger Wesen, durch deren Wirkensmächte hindurch er seinen eigenen Weg finden muss:
Das Lichtschwert will errungen werden, der Fua aus dem Fluss besiegt, dem zwickenden, zwackenden Schwalbenvolk entkommen, den Schattenwesen entronnen und die sieben Wächter der Burg des Königs des Nebellandes müssen überwunden werden...
Dies sind nur einige der Prüfungen, deren Begeisterung den Königssohn von Irland heranwachsen lassen zu  der Würde, mit der er Fedelma, die Reine, schließlich an seiner Seite heimführen darf.

Eine Vermählung der Künste lässt die dramatischen Szenen einer großen und vielschichtigen Märchenlandschaft entstehen.
Die Sprachkraft des Schauspiels, der Atem und die Verwandlungsgabe der Eurythmie verweben sich in Klang- und Maskenspiel zwischen Licht und Schatten zu heiteren, ernsten und geheimnisvollen Bildern der Seele...

Der Königssohn von Irland stammt aus der Feder des irischen Geschichtenerzählers Padraïc Colum, der dieses epische Werk zu Beginn des vorigen Jahrhunderts aus dem Stoff alter irischer Legenden schuf. Zahlreiche Geschichten und Märchenmotive sind darinnen verflochten zu einem großen Märchen voll der Türen und Tore von Welt zu Welt, die doch die eine Welt bilden und uns vor die Rätsel des eigenen Innern stellen.
Die Geschichte wird in zwei Teilen mit Pause erzählt.


Mitwirkende:

Gesamtregie, Scenographie, Kostümentwurf, Maskenbau: Marc-Aléxandre Cousquer
Eurythmie / Choreographie: Bettina Grube, Daniel Müller-Goldegg, Eugeniu Visan, Friederike Cousquer, Aylin Bayboga, Franziska Pressler
Sprache: Dagobert Kanzler, Franziska Pressler, Eugeniu Visan
Musik: Nikkie Zavaterro
Komposition: Grégoire Ternois
Lichtgestaltung: Moritz Meyer

Ab 9 Jahren.